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Küchengeräte 2.0


Induktion, Downdraft, Pyrolyse  -  einfach nur kochen und backen war gestern. Heute nehmen Ihnen innovative Küchengeräte die Arbeit ab und sorgen für mehr Spaß in der Küche. Dabei sehen die Multitalente auch noch schick aus und punkten mit Energieeffizienz. Technologie at its best – wir stellen Ihnen Küchengeräte 2.0 vor. 

Induktionskochfeld

Auf die Schnelle gut gekocht

Auf den ersten Blick sieht das Induktionskochfeld aus wie ein Ceranfeld. Doch unter der Oberfläche aus Glaskeramik sorgt eine Magnetspule, durch die Hochfrequenz-Strom fließt, für einen verblüffenden Effekt:

Wenn Sie einen induktionsgeeigneten Topf auf die angeschaltete Induktionsplatte stellen, wird der Topf samt Inhalt sehr schnell heiß, die umliegende Platte jedoch nicht. Der Grund dafür ist ein magnetisches Wechselfeld, das sich vom Kochfeld auf den Topf überträgt und dadurch Wärme erzeugt – jedoch nur im Kochgeschirr. Die Glaskeramik der Platte erwärmt sich nicht, da sie kein Eisen enthält. Sollte Ihnen also mal die Milch überkochen, ist das Säubern des Induktionskochfeldes ein Leichtes. 

Damit sich der magnetische Zauber entfalten kann, benötigen Sie Kochgeschirr mit ferromagnetischen Böden. So stehen ganz neuen Kocherfahrungen nichts mehr im Wege. Dank Induktion geht alles schneller. Die Reaktionszeit ist sehr kurz, die Temperatur lässt sich daher hervorragend regulieren.

Und: Das Induktionskochfeld arbeitet energieeffizient, da nur wenig Wärme verloren geht. 

Muldenlüfter

Keine Chance für Küchengerüche

Küchendampf dort absaugen, wo er entsteht. Das ist die Aufgabe eines Muldenlüfters, auch bekannt als Downdraft oder Kochfeldabzug. Der innovative Dunstabzug sitzt entweder in der Arbeitsplatte gleich neben dem Herd oder direkt im Induktionsfeld. Über Schlitze wird der Dampf eingesaugt, sobald er am Topfrand entsteht. Dunstabzüge, die im Kochfeld sitzen, passen sich eigenständig dem Dampfvolumen an und stellen sich sogar bei Nichtbedarf wieder aus. Natürlich sind manuelle Anpassungen jederzeit möglich. 

Muldenlüfter laufen klassischen Dunstabzugshauben, die den Dampf nach oben absaugen, immer öfter den Rang ab. Sie sind leiser und sparen Energie, da sie keine gewärmte Raumluft abziehen. Auch gestalterisch haben sie einen großen Vorteil: Sie sind fast unsichtbar. Offene Küchen mit Kochinsel werden immer beliebter und eine Dunstesse wird als (sicht-) störend empfunden. Aber auch Dampf der via Downdraft entsorgt wird, muss irgendwo hin. Abhängig von den wohnbaulichen Möglichkeiten kann der Kochfeldabzug mit Umluft oder Abluft  eingebaut werden. 

Muldenlüfter mit Abluft 

Der abgesaugte Küchendampf hat kaum eine Chance, dem Raum seine „Duftnote“ zu verleihen. Kaum ist er da, ist er auch schon wieder weg. Und zwar draußen. Stattdessen wird frische Luft nach innen zum Kochfeld geleitet. Das funktioniert  relativ geräuscharm und effektiv. Nachteil: Die räumlichen Gegebenheiten müssen einen Wanddurchbruch ins Freie ermöglichen. Mieter dürfen nicht einfach die Mauer durchbrechen, sondern müssen vorab die (schriftliche) Erlaubnis ihres Vermieters einholen. Bei einem offenen Kamin, muss der Schornsteinfeger  sein O.K. geben. 

Muldenlüfter mit Umluft

Sollte eine Abluft ins Freie nicht möglich sein, weil der Vermieter es nicht möchte oder es baulich nicht umsetzbar ist, muss der Muldenlüfter dennoch kein Traum bleiben. Der Kochfeldabzug mit Umluft leitet die angesaugten Dämpfe über einen Fett- und Aktivkohlefilter, sie werden dort gereinigt und gelangen wieder zurück in die Küche. All das ohne Umbauarbeiten und Energieverlust in den kalten Monaten.  Verwenden Sie möglichst einen Filter, der Feuchtigkeit bindet. Kalkulieren Sie zudem zusätzliche Kosten für den regelmäßigen Austausch des Filters ein.

Pyrolyse-Backofen

Selbstreinigend dank Turbo-Hitze

Fettspritzer, geschmolzene Käsereste – die selbstgemachte Pizza hat prima geschmeckt, aber der Backofen sieht bemitleidenswert aus. Das Reinigen macht im Gegensatz zum Essen nur wenig Freude. Wäre es nicht schön, wenn Ihnen jemand die Arbeit abnehmen würde? Kein Problem, das erledigt die Pyrolyse. Das Wort aus dem Griechischen lässt sich mit „Hitzespaltung“ übersetzen und sagt damit eigentlich schon alles aus: Ein Pyrolyse-Backofen verfügt über ein Programm, das den Backofen ein bis drei Stunden lang auf über 500 Grad Celsius erhitzt und sich nach vollbrachter Arbeit auch wieder selbständig ausschaltet.

Das Resultat: Alles, was sich an organischen Stoffen darin befindet, zerfällt zu Asche. Die lässt sich ruck zuck wegwischen, Schrubben ist passé.

Allerdings kostet die reinigende Hitzespaltung auch ganz schön Energie, rechnen Sie mit bis zu 90 Cent pro Durchlauf.  Dafür belasten Sie die Umwelt aber nicht mit Backofenspray. Nachteilig ist, dass die Zubehörteile mancher Geräte so viel Hitze nicht vertragen und vorab entfernt und ganz old School per Hand gesäubert werden müssen. 

Alternative: Auch Katalyse-Backöfen sind selbstreinigend. Hier wird der Emaille- oder Keramikbeschichtung Metalloxide hinzugefügt, die für eine außergewöhnlich glatte Oberfläche sorgen und als Katalysatoren fungieren. Fett zerfällt während des Backvorgangs in Wasser und Kohlendioxid. Doch nicht-fetthaltige Stoffe, wie beispielsweise Zucker, bleiben davon leider unberührt und müssen traditionell entfernt werden. Fazit: Wer sich wirklich Arbeit sparen möchte, sollte sich für einen hochwertigen Pyrolyse-Backofen entscheiden, er erbringt im Test die beste Reinigungsleistung. 

0-Grad-Zone

Individuelle Kühlung für Gemüse, Käse und Co

Ärgert es Sie, dass im Kühlschrank das Fleisch zu warm und das Gemüse zu kalt ist? Das kann entweder daran liegen, dass Sie den Kühlschrank nicht richtig einräumen oder Sie das falsche Gerät haben.

Viele moderne Kühlschränke verfügen über eine 0-Grad-Zone, unter anderem auch bekannt als Chillerbox, Viatfresh oder am geläufigsten als Biofresh. Der Zweck dieser Temperaturzone ist einleuchtend: Lebensmittel benötigen individuelle Kühlbedingungen, um lange frisch zu bleiben und ihre Nährstoffe zu erhalten.

Geräte mit dieser innovativen Kühlfunktion verfügen über Null-Grad-Fächer mit einer konstanten Temperatur um die 0 Grad - aber mit unterschiedlicher Luftfeuchtigkeit. Das ist entscheidend, da Lebensmittel diesbezüglich ganz bestimmte Vorlieben haben: Obst und Gemüse schätzen das feuchte Klima, hingegen haben Fleisch, Fisch und Milchprodukte es gerne kühl und trocken.